Integrale Theologie

Eine integrale Sicht auf die biblische Erzählung

Spiral Dynamics

Die Entwicklung der Menschheit

Entwicklung Menschheit
Beige Purpur Rot Blau Orange Grün Gelb Türkis Unbewusst Stammeskultur Gesetz des Stärkeren Das Gesetz Die Reformation Liberaler Relativismus Integrale Theologie

Beige

Es geht ums instinktive Überleben. Wichtig ist die Befriedigung der persönlichen Bedürfnisse. Der Zeithorizont umfasst nur das Hier und Jetzt.

Purpur

Schwierige Lebensbedingungen wie Hungersnöte, kaltes Klima oder gefährliche Bedrohungen zwingen den Menschen, Sicherheit und Schutz in der Gemeinschaft zu suchen.

Es werden auch erste Erklärungen für die Welt gefunden. Meist sind diese magischer Natur und aus heutiger Sicht oft Aberglaube. Ahnengeister, Rituale und Zyklen der Natur und Jahreszeiten bestimmen das leben der Menschen.

Rot

Neue Herausforderungen wie die Begehung mit anderen Stämmen, aber auch die Entwicklung des Ego führen zu einem neuen Wertesystem. Wenn der Mensch sich seiner persönlichen Triebe und Fähigkeiten bewusst wird, wird die Gemeinschaft als einengend empfunden. Es entsteht eine ungezügelte Lebenslust, verbunden mit einem unbegrenzten Machtstreben. Mut, Kraft und Tyrannei liegen nahe beieinander.

Blau

Um dieses unbändige Machtstreben den Griff zu bekommen und zu zähmen, das anstehende Chaos zu ordnen, entsteht Blau mit seiner Ruhe, Ordnung und Stabilität. Die Menschen erkennen, dass es der Gemeinschaft hilt, wenn Begierden beherrscht werden können.

Die Menschen organisieren sich nach dem stark einzelgängerischen Rot in neuen Verbänden und Gemeinschaften, welche nicht mehr auf Blutsbanden, sondern auf gemeinsamen Interessen beruhen.

Der Zeithorizont löst sich vom Hier und Jetzt und fokussiert auf spätere Belohnung durch einen einzigen Gott, eine absolute Wahrheit, einem richtigen Weg. Normen, Werte, gottgegebene Hierarchien bestimmen das Leben.

Neben den bekannten Glaubensgemeinschaften kann Blau auch in Ideologien wie dem atheistischen Kommunismus ausgemacht werden.

In Blau entstehen viele Strukturen, welche ein Zusammenleben und eine Zusammenarbeit in grösseren verbänden erst ermöglichen: der Staat it Gesetzen und Rechtssystemen, um nur ein Beispiel zu nennen.

Auf der negativen Seite können die Regeln von Blau dogmatische Züge annehmen und die persönliche Weiterentwicklung durch Gruppenzwang und Manipulation, Schuldgefühle bei Abweichen von den Normen behindern oder sogar verhindern. Bürokratie steht der notwendigen Anpassungsfähigkeit im Wege.

Orange

Orange entwickelt sich genau deshalb, weil Blau die persönliche Entwicklung einschränkt. In Orange entsteht das Bewusstsein, dass der Mensch sein Leben auch selbst bestimmen kann. Wie Rot betont Orange die Selbstentwicklung, greift aber auf das in Blau erlernte strategische Denken zurück. Dies ist ein Beispiel, wie frühere Wertesysteme integriert und transzendiert werden.

Orange arbeitet innerhalb der Strukturen von Blau, liebt es aber, die Schlupflöcher zu entdecken. Motivation ist nicht Machtstreben, sondern der Kick und das Streben nach Erfolg. Es entstehen Meritokratien, Hierarchien basierend auf persönlichen Erfolgen, und wenn es nur die Fähigkeit ist, das Spiel zu spielen.

Das strategische, zielgerichtete Arbeiten in Richtung finanziellen Erfolgs, gepaart mit einem Machbarkeitswahn, kann blaue Strukturen gefährden und übersieht die Folgen für die Umwelt.

Grün

Oranger Individualismus erzeugt Überfluss und Einsamkeit. Haus, Job, Familie – ist dass wirklich alles? Grün ist bestrebt, dem Leben einen Sinn zu geben, inneren Frieden und Wohlergehen.

Grün strebt nach Harmonie mit Mensch und Natur und bringt Emotionen und Intuition, ja sogar Spiritualität zurück in eine materialistische Welt. Grün entsteht aber nur dort, wo genug Wohlstand vorhanden ist, dass man es sich leisten kann. Daher ist Grün heute in Zweit- und Drittweltländern kaum anzutreffen.

Die Emanzipation von Minderheiten, der Sozialstaat, und zu Beginn die 1960er zeigen die Entwicklung und Zunahme von Grün in der Schweiz und umgebenden Nationen. Grün gleicht Defizite wieder aus, die in früheren Wertesystemen entstanden sind, wie die Ungleichheit zwischen Mann und Frau, die Work-Life-Balance, die Schere zwischen Arm und Reich, die Ausbeutung der Natur zugunsten des Menschen.

In der Wirtschaft werden Hierarchien abgeflacht und es entstehen selbststeuernde Teams. Zusätzlich werden Entscheidungen getroffen, in dem alle muteinbezogen werden, was in endlose, aber auch resultatlose Besprechungen münden kann.

Die Aspekte, welche Grün in die Gesellschaft zurückbringt, sind wichtig, aber in einer von Blau und Orange dominierten Gesellschaft schwer zu vermitteln, sehen doch diese Wertesysteme die Probleme nicht, die sie verursachen. Grün reagiert oft mit Ablehnung der vorangegangenen Wertesysteme – wie es die vorangegangenen Wertesysteme ebenfalls tun. Die Motivation zum Wachstum in ein neues Wertesystem sind ja gerade die Antwortlosigkeit der vorangegangenen auf die Probleme, die sie verursachen.

Grün kämpft gegen das blaue Denken in Kategorien wie Richtig und Falsch, zerstört dadurch aber oft wertvolle Strukturen. Der Kampf gegen orange Unterschiede zwischen Gewinnern und Verlierern mit dem entsprechenden Verlust der Menschenwürde führt zur Aushöhlung des Systems, welches Wohlstand generiert. Hierarchien, seien sie machtbasierend wie in Rot, gottgegeben wie in Blau, oder erfolgsbasiert wie in Orange, werden abgelehnt. Gleichzeitig ist man blind für natürliche Hierarchien. Grün hat roten Machtansprüchen nichts entgegenzusetzen, sondern will diese im Dialog lösen und verpasst es so, unangemessenem Verhalten Grenzen zu setzen.

Gelb

Clare W. Graves stellte fest, dass Menschen an diesem Punkt ihrer Entwicklung einen enormen Schritt machen können. Sie verlieren ihre Versagensängste, gewinnen an Kreativität, und können wesentlich komplexere Probleme lösen. In diesem Wertesystem, das Gelb genannt wird, sind Menschen nicht mehr von aussen, von gesellschaftlichem Druck, oder von niederen Instinkten geleitet, sondern von Innen heraus, autonom. Sehr wenige Menschen haben heute Zugang zu diesem Wertesystem.

Eine Erkenntnis von Gelb ist, dass alle vorangegangenen Wertesysteme wertvoll und notwendig sind. So brauchen Organisationen die Schlagkraft von Rot, die Strukturen und Normen von Blau, das strategische, zielgerichtete Arbeiten aus Orange, und die grüne Sorge für den Menschen.

Komplexen Problemen wie der Klimaerwärmung oder der Migration, sei sie nun motiviert durch Krieg oder Klima, begegnet Gelb nicht mehr mit Angst, sondern einem Strauss an Lösungen aus allen Wertesystemen, welche dem gesamten System dienen.

Gelb versteht die Motivationen und Werte, welche Menschen in jedem Wertesystem antreiben, und kann so den Dialog zwischen Wertesystemen fördern. Es sieht das Leben als ein Kaleidoskop von Möglichkeiten. Diese Sichtweise verhindert, dass Gelb den anderen Wertesystemen sein Denken aufzwingen möchte. Gelb sieht sich als Begleiter, als Accompagnateur, ohne Drang, die Regie zu übernehmen. Es erkennt, dass es natürliche Hierarchien gibt, bei denen das Ganze mehr ist als die Teile und neue Charakteristika und Funktionen entwickeln kann. Die Regie führt derjenige, der für das vorliegende Teilproblem am besten ausgerüstet ist, und diese Regie wechselt.

Auch Gelb schafft neue Probleme, aber diese sind im Moment noch nicht hinreichend manifestiert. Was wir bereits sagen können: Gelb macht Dinge manchmal unnötig kompliziert.

Türkis

Auf Selbstverwirklichung ausgerichtete Wertesysteme wie Beige, Rot, Orange und Gelb ziehen unvermeidlich ein WIR-System wie Purpur, Blau und Grün nach sich.

So wird auch das auf Gelb folgende Wertesystem Türkis in der Welt sichtbar. Während in Purpur die Gemeinschaft aus der Familie oder dem Stamm der Blutsverwandten bestand, waren es in Blau die gemeinsamen Interessen und in Grün die Menschheit. Türkis weitet dies aus und fühlt sich mit allem verbunden, das existiert. Es erlebt eine holistische Einheit mit Allem.

Für Türkis ist das Universum ein einziger dynamischer Organismus mit einem kollektiven Bewusstsein. Türkis ist autonom und bildet gleichzeitig eine untrennbare Einheit mit dem Ganzen. Dies zeigt sich zunehmend durch die Verbindung von Spiritualität und Wissenschaft.

Viele Menschen behaupten, türkis zu sein, aber der Anteil in der Menschheit ist noch verschwindend klein.

Unbewusst

Beige – Überleben – lose Familienbeziehungen, archaisch, instinktiv – Instinkte und angeborene Sinne schärfen

Gleich nach dem Fall befanden sich Adam und Eva und ihre kleine Familie in der ersten Stufe, Beige. Es ging ums nackte Überleben. Gott versorgte sie und gab ihnen Schutz (Kains Mal), auch voreinander in Form von Kleidung. Es geht primär ums Ego: Kain tötet Abel. Wie kann ich überleben, ist die Frage. Heute sind dies z.B. Babies, Obdachlose oder Menschen mit Demenz.

Stammeskultur

Purpur – Ahnengeister – Stammesgefüge, Familie, magisch, mystisch  – Harmonie und Sicherheit in geheimnisvoller Welt suchen

In der zweiten Stufe, Purpur, erkennt der Mensch, dass er andere braucht. Die Familie, der Stamm wird zum zentralen Gebilde. Es ist wichtig, mich einzufügen und meine Aufgabe zu erfüllen, denn der Ausschluss bedeutet den sicheren Tod. Wir sehen diese Stufe bei Noah, aber auch bei Abraham. Lot hat grosse Probleme nach seinem Wegzug. Gott wird magisch erlebt: ausserhalb des Stammesgebietes lauert die Gefahr, Fehlverhalten zieht drakonische Strafen nach sich (Sodom und Gomorrha). Aber Gott stellt sich zu den Seinen. Er ist der Gott der Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaacs und Jakobs. Indigene Völker sind oft auf dieser Stufe zu finden, so wie Kleinkinder.

Gesetz des Stärkeren

Rot – Mächtige Götter – egozentrisch, ausprobieren, impulsiv, rebellisch – Impulsiver Selbstausdruck, Freiheitsdrang, Starksein

Die dritte Stufe, Rot, sieht erste Abenteurer und Tyrannen. Sie brechen aus aus der Gemeinschaft, so wie Abraham aus seiner Heimat wegging, oder übernehmen starke Leitungsaufgaben. Denken wir an den Pharao, oder auch an Mose und Josua. Gott befreit aus der Unterdrückung, und die Methoden sind nicht zimperlich (zehn Plagen, ertränkt die Ägypter). David mit seinen Helden. Obwohl das Gesetz da ist, wird es durch Stärke umgesetzt mit drakonischen Strafen (Steinigung). Russland nach dem Untergang des Kommunismus, die Mafia, oder die Männer afrikanischer Stämme sind oft auf dieser Stufe zu finden. Kinder, die langsam ihre Umwelt entdecken, sind rot. Auf dem Spielplatz oder im Kindergarten.

Das Gesetz

Blau – Macht der Wahrheit – richtig und falsch, absolutistisch, autoritär, hierarchisch – Zweck bestimmen, Ordnung schaffen, Zukunft sichern

Blau kommt als nächstes. Das Chaos wird geordnet. Gesetze und Gebote zügeln das ungehinderte Machtstreben der roten Herrscher (Hammurabi, persisches Königreich, Rom). Mose erhält das Gesetz, welches festlegt, wer zum Volk Gottes gehört (wird zuerst rot mit Macht umgesetzt, später blau durch Ordnung). Halte die Gesetze, dann ist alles gut. In blauen Gemeinschaften bestimmt die Ordnung, der Kodex über Recht und Unrecht, Zugehörigkeit und Ausschluss. Zur Zeit Jesu war die Umwelt blau. Jesu Kreuzigung ist ein Beispiel für Blau. In Rot hätte Herodes oder der Hohepriester einfach entschieden, in Blau aber gibt es Gerichtsverfahren und Zuständigkeiten. Erziehung, aber auch das Schulsystem bringen Kinder auf die blaue Stufe.

Die Reformation

Orange – Streben und Trachten – Autonomie, Erfolg, strategisch, materialistisch – Analysieren und Planen um des Gedeihens willen

Es brauchte eine Reformation, damit ein neues System, eine neue Stufe entstand. Orange wurde von Luther und anderen, und parallel dazu auch von humanistischen Philosophen angestossen (frühe Anfänge: Francesco Petrarca, Jan Huss, jew. 14. Jh.). Das Individuum, der Erfolg, die Wissenschaft und die Wirtschaft rücken ins Zentrum. Der Humanismus sieht Gott als nicht mehr notwendig. Was Purpur als Magie empfand und mit Gottes Wirken erklärte, was Rot als göttlichen Beistand und Blau als göttliche Ordnung empfand, wurde abgelöst durch Physik, Chemie und Naturgesetze. Aber auch Glaubenssätze wie „einzigartig und wunderbar gemacht“ oder „sola fide“ hatten eine wesentlich tiefere Bedeutung oder wurden erst ermöglicht durch den Begriff des Individuums. Das Credo wurde „alles ist möglich dem, der da glaubt“.

Die Gemeinde im Allgemeinen blieb blau. Sobald jemand eine persönliche Beziehung mit Gott durch Bekehrung erlangt, also eine orange individuelle Entscheidung getroffen hatte, musste er sich in das Regelwerk der blauen Gemeinschaft einordnen. Nicht so war es im Kalvinismus, der den persönlichen Erfolg als Zeichen von Gottes Segen interpretierte und so Streben und Trachten in die Gemeinde hineinbrachte. Darum sind reformierte Gebiete in der Schweiz wohlhabender als katholische. Auch die amerikanische Gemeinde hat sich teilweise nach Orange entwickelt und wurde kommerzialisiert.

Höhere Schulbildung und Eintritt ins Erwerbsleben können dazu führen, dass ein Mensch orange Werte annimmt – oder ihn in Blau halten, da die meisten Unternehmen stark blau organisiert sind.

Liberaler Relativismus

Grün – Menschliche Verbindungen – Gleichheit, Gemeinschaft, Wertschätzung, Relativismus, Pluralismus – Erforschen des eigenen Inneren, Gleichberechtigung

Die nächste Stufe, Grün, reagierte auf den ungebremsten Machbarkeitswahn von Orange. Umweltschutz, Frauenbewegung, alternative Energie, alternative Schulsysteme und Erziehungsmethoden sind einige Beispiele. Grün steht für Toleranz (ausser gegenüber dem Intoleranten), politische Korrektheit, demokratische Entscheidungsprozesse, Minderheitenschutz, und unendliche Sitzungen ohne Entscheidungsfindung. Hauptsache wir haben darüber geredet. Grün bekämpft jegliche Hierarchie, sei sie nun rot (Herrscher), blau (Priester) oder orange (Geld). In der Gemeinde spricht man vom fünffachen Dienst und der gemeinsamen Leitung, aber auch von Komitees zur Entscheidungsfindung über die Farbe des Teppichs, basisdemokratische Strukturen. Da die Gemeinde aber meist ein blaues System darstellt, führen diese neuen Vorgehensweisen oft zu Spaltungen und Abgrenzungen, denn mein Dazugehören ist ja definiert durch mein Einhalten des Regelwerkes.

Es gibt Gemeinden, die sich nach Grün entwickeln, dabei aber das Kind mit dem Bad ausschütten. So wird der Name Jesus als diskriminierend empfunden, weil der „einzige Weg zum Vater“ Andersdenkene (sprich Buddhisten, Hindus, Moslems, Atheisten, Agnostiker) ausschliesst. Hier wird zu weit gegangen, aber das sieht Grün nicht, da es sich gegen Blau wehren muss. Erst spätere Stufen ermöglichen es, verschiedene Stufen richtig zu integrieren.

Alternative: Blau definiert Wahrheit via richtig und falsch. Grün kann Wahrheit als lebensbringend und als Person (Jesus) definieren. Das schliesst viel mehr ein, ist sowohl individueller als auch situationsbezogener. So kann z.B. in der Erziehung auf die Persönlichkeit und das Alter des Kindes eingegangen werden.

Integrale Theologie

Gelb – Flexibilität und Fluss – Anpassungsfähig, Integration, systemisch, konzeptionell, ökologisch, flexibel – Integration und Einpassen von Systemen

Neue Hierarchien entstehen, verändern sich aber ständig, denn wichtig sind die Kompetenzen in der Lösung des anstehenden Problems, nicht die Stärke, das Berufen-Sein, oder das Geld. Gelb bildet lose Gemeinschaften, die projektbezogen sind und wieder zerfallen können. Gelb kann die Stärken jeder vorherigen Stufe erkennen und gewinnbringend einsetzen. Purpurner Zusammenhalt, rote Abenteuerlust, blaue Ordnung, oranger Erfindergeist und grüner Gerechtigkeitssinn werden gezielt eingesetzt. Ein paar Beispiele:

  • Beige: Gott ist Versorger, also hat er Lösungen für das Hungerproblem auf Erden.
  • Purpur: Oikos, das Haus Gottes, ist Familie, zusammengehalten durch „mystische“ Zeichen wie z.B. das Abendmahl.
  • Rot: Nymphe/Braut: verlässt Vater und Mutter, aber auch Kampf gegen das Böse, aber nicht gegen Fleisch und Blut, sondern Mächte und Fürsten
  • Blau:Koinonia/Gemeinde/Communio, die Interessengemeinschaft, gemeinsame Interessen halten uns zusammen, und es gibt Verfahren für den Umgang miteinander
  • Orange: Ecclesia, die Herausrufung, führt mich über die Interessengemeinschaft hinaus. Gabenorientierte Mitarbeiter. Mein Glaube (Purpur) führt zu guten Werken, auch Epheser 2:10
  • Grün: Basileia/Reich Gottes. Allgemeine Priesterschaft, fünffacher Dienst, Gemeinschaft von Priestern und Königen, Gleichbehandlung, Gott hält alles zusammen, seine Sonne leuchtet über Gläubigen und Ungläubigen, Gemeinde weltweit
  • Gelb: Soma/Körper, eins in der Individualität, wird erst in Türkis völlig umgesetzt.

Gelb denkt integrativ. Jesus war gelb, als er sich in die Einsamkeit zurückzog, um seine Jünger im Gebet auszusuchen und gezielt einzusetzen. Jüngerschaft als Wachstumsprinzip durch alle Stufen. Integration der Generationen.

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Wertesysteme entstehen, wenn sich Lebensbedingungen ändern. Jedes Wertesystem ist wunderbar geeignet für eine Kategorie von Problemstellungen, schafft aber neue Probleme höherer Komplexität, für die es selber blind ist.

Erst das darauf folgende Wertesystem ermöglicht es, diese Probleme zu lösen. Die Denkmuster, welche Menschen in diesem Wertesystem zur Verfügung stehen, erlauben komplexere Lösungsansätze.
Diese Entwicklung kann in der komplexer werdenden Gesellschaft beobachtet werden, von der Stammeskultur bis zur heutigen Gesellschaft.

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